Die Webseite ist ein Zusammenschluss von Experten ausganz Deutschland. Unter ihnen sind Lehrer, Wissenschaftler, Psychologen, Journalisten, Vertreter des Zentralrats der Juden und des Zentralrats der Muslime. Die Initiative will über den alltäglichen Antisemitismus informieren und auf-klären, sie unterstützt Zeugen und Betroffene antisemi-tischer Vorfälle. Ins Leben gerufen wurde das Projekt von der ZEIT-Stiftung.3in UN-Fachausschuss zur Anti-Rassismus-Konvention gewählt „Es ist immer wieder schockierend, wie verbreitet Antisemitismus in unserer Gesellschaft ist und gleich-zeitig jedoch kaum im Alltag von den meisten Menschen wahrgenommen wird. Mit realen Beispielen schafft es STOPANTISEMITITSMUS.DE, Menschen dabei zu helfen Antisemitismus zu sehen, einzuordnen und dagegen zu handeln.“PROF. DR. MONIKA SCHWARZ-FRIESEL, ANTISEMITISMUSFORSCHERIN DER TU BERLINDERVIŞ HIZARCI, ANTIDISKRIMINIERUNGSBEAUFTRAGTER DES BERLINER SENATS UND VORSITZENDER DER KREUZBERGER INITIATIVE GEGEN ANTISEMITISMUSStimmen zu STOPANTISEMITISMUS.DEMehrdad Payandeh„Antisemitische Äußerungen mit ihren zum Teil uralten Stereotypen sind keineswegs nur bei Rechten anzutreffen, sondern allgemein in der Gesellschaft weit verbreitet und oft akzeptiert. Häufig sind sich Menschen auch gar nicht bewusst, dass Witze oder Redewendungen einen antisemitischen Hintergrund haben.“20 Professorinnen und Professoren leh-ren derzeit an der Bucerius Law School. Die Erweiterung um zwei weitere Lehr-stühle steht an. Prof. Dr. Mehrdad Payandeh ist Inhaber des Lehrstuhls für Internationales Recht, Europarecht und Öffentliches Recht. Er wurde kürzlich von der Vertragsstaatenkonferenz der Vereinten Nationen in den UN-Fachaus-schuss zur Anti-Rassismus-Konven tion (CERD) gewählt. Der CERD besteht aus 18 Mitglie dern, unabhängige Expertinnen und Experten aller Weltregionen. Deren Aufgabe ist es, die Umsetzung der UN-Konvention zur Beseitigung rassistischer Diskriminie-rung in den derzeit 181 Vertragsstaaten zu überwachen.ZEIT-Stiftung: Sie wurden von der Bundesregierung für das Amt nominiert. Wie kam es dazu? Payandeh: Ich beschäftige mich seit einigen Jahren sowohl mit den Menschenrechtsausschüssen der Ver-einten Nationen, wie auch mit den recht- lichen Rahmenbedingungen zur Be-kämp fung rassistischer Diskriminierung. In diesem Zusammenhang bin ich mit dem Deutschen Institut für Menschen-rechte, der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und dem Bundesjustiz-ministerium in Kontakt gekommen und habe an einem Projekt zur Stärkung der Sensibilität der Justiz für Rassismus und Diskriminierung mitgewirkt. Vor die-sem Hintergrund hat mich die Bundes-regierung für das Amt nominiert. ZEIT-Stiftung: Was bedeuten die Nomi-nierung und die Wahl für Sie persönlich? Payandeh: Ich habe mich sehr gefreut, weil mir die Arbeit der Vereinten Nationen ebenso wichtig ist wie die Bekämpfung rassistischer Diskriminie- rung. Ich fühle mich geehrt, zur Arbeit des Ausschusses beitragen zu dürfen. Es ist eine Aufgabe, der ich mit Neugier, Freude, aber auch Respekt entgegensehe. Zudem erhoffe ich mir Einblicke in die Praxis des internationalen Menschen-rechtsschutzes und der Tätigkeit der Vereinten Nationen, die für die Lehre an der Law School bedeutsam sein können.Die Bucerius Law School ist die erste private Hochschule für Rechtswissenschaft in Deutschland mit Promotions- und Habilitationsrecht. Sie wurde im Jahr 2000 von der ZEIT-Stiftung gegründet. Die Bucerius Law School ist staatlich anerkannt und vom Wissenschaftsrat akkreditiert.
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