5Vielfältige Perspektiven und Expertisen: Die Urheber:innen der StudieDie Studie ist – ebenso wie dieser Kurzreport, der sie vorstellt – das Ergebnis einer Zusammen-arbeit mehrerer Akteur:innen. Dazu zählt in erster Linie eine Gruppe von Wissenschaftler:in-nen: Gregor Fabian (DZHW, Berlin), Prof.in Dr. Mirjam Fischer (Humboldt-Universität zu Berlin und Goethe-Universität Frankfurt/Main), Prof. Dr. Julian Hamann (Humboldt-Universität zu Berlin), Prof. em. Dr. Uwe Schimank (Universität Bremen), Prof.in Dr. Christiane Thompson (Goethe- Universität Frankfurt/Main), Prof. Dr. Richard Traunmüller (Universität Mannheim) und Prof.in Dr. Paula-Irene Villa (Ludwig-Maximilians-Universität München) sowie Dr. Anna Hofmann und Matthias Koch von der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS. Außerdem wurde die Studie durch die journalistische Expertise von drei Redakteur:innen der Wochenzeitung DIE ZEIT begleitet: Anant Agarwala, Dr. Anna-Lena Scholz und Martin Spiewak.Alle beteiligten Akteur:innen haben über einen Zeitraum von anderthalb Jahren über das Erkennt-nisinteresse, die Methodik, die Konzipierung des Fragebogens und die inhaltliche Auswertung diskutiert. Die Vielfalt wissenschaftlicher Perspektiven und Expertisen der beteiligten Wissen-schaftler:innen hat sich in diesem Prozess als sehr produktiv erwiesen. Der vorliegende Kurz-report wurde von den beteiligten Wissenschaftler:innen gemeinsam verfasst. Die journalistische Berichterstattung erfolgt ihrerseits unabhängig.Die Studie wurde umgesetzt vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschafts-forschung (DZHW). Die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS hat sie ermöglicht. Für die Stiftung stellen die Auseinandersetzung mit dem Stand der Wissenschaftsfreiheit und der Schutz dieser Freiheit zentrale Anliegen dar. Sie setzt sich in Wissenschaft, Kultur, Bildung, Politik, Gesellschaft oder Medien für eine offene, aktive Zivilgesellschaft ein und unterstützt deswegen Streitkultur – gerade auch an den Stellen, an denen es Spannungen oder Umbrüche gibt. Betrachtet wird die allgemeine Situation der Hochschulen – nicht tagesaktuelle EreignisseDer Fragebogen berücksichtigte einerseits Themen, die sich bis dato an Hochschulen bereits als kontrovers gezeigt haben oder die in der öffentlichen Berichterstattung im Zuge der „Cancel Culture“ eine hohe Präsenz haben. Andererseits enthält die Befragung Themen, die zwar sach-logisch für Fragen der Wissenschaftsfreiheit naheliegen, aber im öffentlichen Diskurs derzeit nicht mit diesem Problembereich in Verbindung gebracht werden, z. B. das Verbot des Klonens menschlicher Embryonen oder Rüstungsforschung. Es ist ein Ausweis der Dynamik des The-mas, dass es während der Befragung zu weiteren Ereignissen gekommen ist, im Rahmen derer die Freiheit von Forschung und Lehre diskutiert wurde. Dazu gehören Maßnahmen des Bundes-ministeriums für Bildung und Forschung zur Prüfung des Entzugs von Fördermitteln sowie ver-schiedene Reaktionen auf den Konflikt zwischen Israel und Palästina. Die Befragung ist explizit nicht an diesen tagesaktuellen Ereignissen orientiert gewesen, sondern richtete sich auf die allgemeine Situation der Hochschulen, die von sehr unterschiedlichen strukturellen, organisatio-nalen und kulturellen Aspekten bestimmt wird. Unser Fragebogen enthält auch Fragen zum Nah-ostkonflikt, deren sorgfältige Aufbereitung jedoch mehr Zeit erfordert, als für diesen Kurzreport gegeben war. Ein längerer Report wird die Themen dieser Befragung und die daraus gewonnenen Daten eingehender untersuchen.Inhalte des KurzreportsNach einer kurzen Darstellung der Methoden geht es in Kapitel 3 um die Frage, wie die Be-fragten den allgemeinen Zustand des deutschen Wissenschaftssystems im Hinblick auf Auto-nomie und Forschungsfreiheit einschätzen. Daran schließt sich die Frage an, wie es um eigene Erfahrungen und Erwartungen zur Freiheit von Forschung und Lehre steht. Diesem Themen-komplex ist Kapitel 4 gewidmet. Kapitel 5 abstrahiert dann von den subjektiven Erwartungen und Erfahrungen und widmet sich der Frage, welche Regeln und Grenzen die Befragten in der Hochschule als Raum für kontroverse Diskussionen, die auch politische Themenstellungen betreffen, für notwendig halten.
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